IVF-Prozess: Von der Stimulation bis zum Transfer

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Obwohl die IVF-Behandlung immer häufiger und leichter zugänglich wird, möchten viele Menschen die Feinheiten des Prozesses besser verstehen. Die IVF-Reise umfasst die verschiedenen Phasen des IVF-Prozesses, von der ersten Stimulation der Eierstöcke bis zum entscheidenden Embryotransfer.

IVF-Zyklus-Zeitplan auf einen Blick

Es ist wichtig zu wissen, dass es kein einheitliches IVF-Protokoll gibt, da die Behandlungspläne auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche der einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Daher können die Zeitpläne variieren. Im Durchschnitt erstreckt sich ein IVF-Zyklus jedoch über 6 bis 8 Wochen. Schauen wir uns das mal genauer an:

 1. Vorbereitung vor dem Zyklus:

• Konsultation: Die Reise beginnt mit einer ersten Beratung durch einen IVF-Spezialisten. Während dieses Gesprächs werden Sie Ihre Krankengeschichte, Fruchtbarkeitsprobleme und frühere Behandlungen besprechen und sich verschiedenen diagnostischen Tests unterziehen. Anhand dieser Informationen kann Ihr Arzt ein individuelles IVF-Protokoll erstellen.

• Unterdrückung der Eierstöcke: In einigen Fällen geht dem IVF-Zyklus eine Phase der Ovarialsuppression voraus. In dieser Phase, die 2 bis 4 Wochen dauert, werden Hormonbehandlungen durchgeführt, um die Follikelentwicklung zu optimieren und einen vorzeitigen Eisprung zu verhindern. Durch Ultraschall- und Blutuntersuchungen wird die Inaktivität der Eierstöcke überwacht.

2. IVF-Zyklus:

Schritt 1 - Stimulation der Eierstöcke:

Die Stimulation der Eierstöcke beginnt in der Regel an Tag 1 bis 3 des Menstruationszyklus. Sie umfasst tägliche Hormoninjektionen von follikelstimulierendem Hormon (FSH), luteinisierendem Hormon (LH) oder einer Kombination, um die Follikelentwicklung und die Reifung mehrerer Eizellen zu fördern.

Schritt 2 - Trigger-Spritze:

 Wenn Ihre Follikel die optimale Größe erreicht haben, wird eine Trigger-Spritze mit humanem Choriongonadotropin (hCG) verabreicht. Diese Spritze lässt die Eizellen reifen und löst den Eisprung aus.

Schritt 3 - Eizellentnahme & Spermagewinnung:

 Unter Vollnarkose wird mit einer transvaginalen, ultraschallgesteuerten Nadel die Follikelflüssigkeit abgesaugt, die die Eizellen enthält. Dieser schnelle und schmerzlose Eingriff dauert nur 15 Minuten. Gleichzeitig kann Ihr Partner eine Spermaprobe abgeben, die für die Befruchtung aufbereitet wird.

 Bei schlechter Spermienqualität kann zur Befruchtung der Eizellen die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) eingesetzt werden.

Schritt 4 - Befruchtung und Kultivierung von Embryo:

  Bei der Befruchtung werden Eizellen mit Spermien bebrütet, entweder durch natürliche Selektion oder durch ICSI. Die Embryologen überwachen die Entwicklung der befruchteten Eizellen und züchten sie über 2 bis 6 Tage zu Embryonen und schließlich zu Blastozysten. Die Embryonen können bis zu 6 Tage lang beobachtet werden, bevor sie eingefroren werden.

Schritt 5 - Embryotransfer:

 Der Embryotransfer kann je nach Qualität des Embryos an Tag 3 (Spaltstadium) oder Tag 5 (Blastozysten-Stadium) erfolgen. Bei dem schnellen und schmerzlosen Verfahren werden ein oder zwei Embryonen über einen Katheter in die Gebärmutter eingesetzt. Die verbleibenden hochwertigen Embryonen können zur späteren Verwendung eingefroren werden.

3. Luteal-Phase (zweiwöchige Wartezeit):

 Während der zweiwöchigen Luteal-Phase nehmen Sie weiterhin Progesteron ein, um die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung vorzubereiten. Während dieser Zeit wird empfohlen, sich auszuruhen und anstrengende Aktivitäten zu minimieren.

4. Schwangerschaftstest:

  Nach der zweiwöchigen Wartezeit entscheidet ein hCG-Bluttest über den Erfolg der Behandlung. Wenden Sie sich an Ihren IVF-Spezialisten, um das weitere Vorgehen unabhängig vom Ergebnis zu besprechen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der IVF-Prozess mehrere verschiedene Phasen umfasst, die alle für eine erfolgreiche Schwangerschaft entscheidend sind.

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